Das erste Mal in der Wildnis fühlt sich unecht an, als säße man noch vor dem Fernseher. Erst wenn einem der erste Elefant vor das Auto läuft, wird das Erlebte langsam real. Und wenn man feststellt, dass jeder Stock im Fluss eigentlich ein Krokodil sein könnte, und jeder Stein hinter den Bäumen und Gräsern vielleicht ein Nashorn. Wirklich, die Viecher sind riesig, aber man sieht die nicht. Wir haben zehn Miuten lang auf einen Vogel im Baum gestarrt, bevor wir realisiert haben, dass darunter zwei Nashörner grasen.
In vier Tagen haben wir die Top 5 tatsächlich gesehen – der Leopard ist uns am letzten Tag noch vor das Auto gerannt. Die Büffelherde hat in sicherem Abstand gegrast.
Dieses Löwenjunge ist mit seiner Mutter direkt auf die Straße gerannt – und hat erst mal einen Stau verursacht.
Den Elefanten sind wir am nähesten gekommen. Wir haben sie beim Kuscheln beobachtet, beim Kämpfen, wir haben jeden Wimpernschlag verfolgt. An einem Nachmittag konnten wir bestimmt 60 Elefanten bei einer Flussdurchquerung beobachten. Immer wenn eine Herde durch war, tauchte die nächste am Flussufer auf, es nahm einfach kein Ende.
Und an beinahe jedem Wasserloch und Fluss findet man Nilpferde, die vor sich hin plantschen oder faul am Ufer herumliegen. Einzige Herausforderung: Nilpferde von Steinen unterscheiden.
Dann gibt es noch tausende und abertausende von Antilopen, Bockspringern, Njalas und Steinböcken.
Oder Zebras:

Aber selbst, wenn sich die Tiere nicht zeigen wollen, bleibt einem noch die Landschaft. Die ist grau und tot, rot und ringt nach Wasser, oder grün und lebendig, und ändert sich stetig. Umser liebster Ort war mit Sicherheit der Olifant River, der auch jetzt, in der Trockenzeit, Wasser führt und damit ein ganz eigenes Spektakel erzeugt.















